KI-Datenplattform macht Daten und KI-Modelle auffindbar

Drei Ebenen der Verfügbarkeit von KI-Assets. Das Projekt KI-Datenplattform hat sich primär auf Level 2 fokussiert.
Screenshot der öffentlich zugänglichen KI-Datenplattform-Testinstanz mit Informationen zu über 7000 Datensätzen

Ein Katalog für KI-Assets (Daten und KI-Modelle)

Unternehmen, Forschungseinrichtungen und öffentliche Verwaltungen verfügen über zahlreiche Datensätze und KI-Modelle. Häufig fehlen jedoch ein gemeinsames Verzeichnis, einheitliche Beschreibungen und geeignete Zugänge, um diese KI-Assets über Organisations- und Branchengrenzen hinweg zu finden.

Die KI-Datenplattform der KI-Allianz Baden-Württemberg setzt deshalb auf einen offenen, metadatenbasierten Katalog: Die Originaldaten können bei den jeweiligen Anbietern verbleiben, während standardisierte Metadaten Auskunft über Inhalt, Qualität und Nutzungsmöglichkeiten geben. Anwenderinnen und Anwender können dadurch geeignete Daten und Modelle recherchieren und Verbindungen zu sektoralen Datenräumen herstellen.

Offene Standards und Integrationswerkzeuge

Das Fraunhofer IOSB koordinierte das Verbundvorhaben und brachte seine Kompetenz für offene Datenräume, interoperable Informationsmodelle und industrielle Datenökosysteme ein. Gemeinsam mit den Projektpartnern entstand eine dreistufige Architektur: Onboarding-Werkzeuge überführen Informationen aus heterogenen Quellen in standardisierte Metadaten, ein auf DCAT-AP basierender Katalog macht KI-Assets durch Volltext- und Vektorsuche auffindbar, und wissensbasierte Dienste verknüpfen Daten, Dokumente und Fachwissen. Integrationswerkzeuge erschließen unter anderem Asset Administration Shells aus Industrie 4.0 (FA³ST), IoT-Sensordaten (FROST) und Beschreibungen von Gesundheitsdaten. Automatisierte Dienste unterstützen zudem die Prüfung und Aufbereitung der Datenqualität.

Open-Source-Module für eigene Datenplattformen und Ökosysteme

Die im Projekt entwickelte Software steht als Open Source zur Nachnutzung bereit. Zu den veröffentlichten Komponenten gehören eine piveau-basierte Katalogplattform mit Next.js-Benutzeroberfläche, eine hybride semantische Suche, Datenqualitätsdienste sowie Werkzeuge zur Anbindung unterschiedlicher Datenquellen. Die Komponenten werden seit Anfang 2026 in einer öffentlich zugänglichen Instanz erprobt, die Metadaten zu mehr als 7.000 Datensätzen enthält. Unternehmen, öffentliche Einrichtungen und Betreiber von Datenökosystemen können die Software als Ausgangspunkt für eigene Katalog- und Datenraumlösungen verwenden. Anknüpfungspunkte bestehen insbesondere bei der Integration betrieblicher Datenquellen, der Entwicklung domänenspezifischer Metadatenprofile und dem Aufbau wissensbasierter Such- und Beratungsdienste.

Projektpartner

  • Fraunhofer IPA
  • FZI Forschungszentrum Informatik
  • Karlsruher Institut für Technologie
  • Stadt Freiburg
  • Universitätsklinikum Freiburg
  • Hochschule Aalen
  • Universität Stuttgart / HLRS 
  • Universität Tübingen / IZEW
  • KI-Allianz Baden-Württemberg (assoziiert)

Informationsmanagement und Leittechnik

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Projektdetails

KI-Allianz Baden-Württemberg, ­Teilvorhaben KI-Datenplattform

Projektlaufzeit: Juli 2023 – Juni 2026

Das Projekt wurde gefördert durch das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus des Landes Baden-Württemberg.