FROST®-Server - Open-Source-Implementierung der OGC SensorThings API

 



Standorte der in API4INSPIRE angebundenen Datenquellen
Standorte der in API4INSPIRE angebundenen Datenquellen

 

Wasserqualitätsmessstationen links und rechts des Rheins
Wasserqualitätsmessstationen links und rechts des Rheins

 

Beschreibung des Produkts

Vor dem Hintergrund der Anforderungen aus zahlreichen Anwendungen im Mega-Trend-Thema »Internet der Dinge« hat sich das Fraunhofer IOSB entschlossen, einen Server für den Standard SensorThings API zu entwickeln. Zielsetzung war hierbei eine hohe Leistungsfähigkeit bei geringem Ressourcenverbrauch und eine Offenheit, die eine Nutzbarkeit sowohl im Forschungsumfeld als auch in kommerziellen Anwendungen erleichtert.

Der Wunsch nach Offenheit führte zu der Entscheidung, die Implementierung von Beginn an als Open Source Software zu konzipieren, um damit den Weg für Innovationen so frei wie nur möglich zu machen. Das Ergebnis ist der FROST®-Server. Der Name ist ein Akronym und steht für »Fraunhofer Open Source SensorThings API Server«. Der Name soll aber auch suggerieren, dass Ihre Daten »frisch und verfügbar« gehalten werden.

Die SensorThings API wird von der Europäischen Kommission mittlerweile als »Good Practice« für die Bereitstellung von Messdaten nach der INSPIRE-Richtlinie empfohlen: »OGC SensorThings API as an INSPIRE download service«

 

Funktionen

  • Basiert auf SensorThings API, einem Standard des OGC (OGC ist eines der wichtigsten internationalen Standardisierungsgremien für Daten mit Raumbezug)
  • Hohe Leistungsfähigkeit
  • Geringer Ressourcenverbrauch
  • Open Source: Volle Transparenz bei der Software (wir haben nichts zu verstecken), Offenheit gegenüber Erweiterungen von Anwendern (Dinge an die wir nicht gedacht haben, oder die für uns selbst nicht so wichtig sind), offene Verfügbarkeit der Software garantiert langfristige Verfügbarkeit und ermöglicht strategische Entscheidungen (selbst wenn wir keine Lust mehr haben sollten, kann ein Nutzer FROST® selbst weiter pflegen)
  • Open Source: Hier geht es zum FROST® Repository auf GitHub

Anwendungsfelder

  • beAWARE: Das EU-Projekt hat zum Ziel, eine integrierte Lösung für Vorhersage, Frühwarnung und Notfallmanagement bei extremen Wetterereignissen zu entwickeln. Um bei Hitzewellen, Waldbränden oder Überschwemmungen einen schnellen und präzisen Überblick über Ausmaß und Auswirkungen zu bekommen, gilt es, sehr heterogene Daten in die Auswertung einzubeziehen: Neben Wetterstationen können etwa auch Postings in sozialen Medien wichtige Hinweise liefern.
  • Smart City Hamburg: Im Rahmen ihrer Digitalstrategie führt die Hansestadt verschiedenste Daten in der Urban Data Platform Hamburg zusammen. Neuerdings fließen auch Sensordaten ein, etwa zur Auslastung von E-Auto-Ladestationen oder zur Verfügbarkeit von City Bikes an den Ausleihstationen. Für das Handling dieser Echtzeitdaten nutzt die Urban Data Platform FROST®. https://geoportal-hamburg.de/Geoportal/geo-online/
  • Bureau de Recherches Géologiques et Minères (BRGM): Die wichtigste öffentliche Einrichtung in Frankreich für geowissenschaftliche Anwendungen verfügt über einen Datenbestand von über 136 Millionen Wasserqualitätsmessungen mit etwa 1500 verschiedenen chemischen Substanzen, die an über 18.000 Messstellen erfasst werden. Derzeit wird die Nutzung von FROST® für die Verwaltung und den leistungsfähigen Zugriff auf diese Daten untersucht. Die bisherigen Ergebnisse sind sehr vielversprechen.
  • IoT Systems, Inc.: FROST® wird in dem kommerziellen System der Firma IoT System zur Beschreibung von Sensordaten eingesetzt. Erstmals vorgestellt wurde die Lösung auf der der Cloud-Konferenz AWS re: Invent.
  • Berufsschullehrer-Weiterbildung: Der Sensorthings API-Standard und die FROST®-Implementierung wurden im Rahmen einer Weiterbildung für Berufsschullehrer eingesetzt. Diese Weiterbildung fand in Zusammenarbeit mit der Fraunhofer Academy statt.

FROST® auf GitHub

Hier finden Sie das FROST® Repository auf GitHub:

 

Abteilung ILT des Fraunhofer IOSB

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