Kurzbeschreibung des Projekts
Das intern finanzierte Projekt ELIDT (Enhanced Laser-Induced Damage Threshold) zielt darauf ab, ein vollintegriertes Messsystem zu entwickeln, das Zerstörschwellenmessungen und Ellipsometrie kombiniert, um optische Komponenten und Beschichtungen präzise zu untersuchen – sowohl auf ebenen als auch auf gekrümmten Oberflächen. Dabei ermöglicht ein zeitlich hochauflösendes, bildgebendes Retroreflex-Ellipsometer die Detektion und Analyse von Schäden in Echtzeit während der Laserbestrahlung. Ein Alleinstellungsmerkmal ist die Möglichkeit, das System als Inhouse-Lösung zu nutzen, wodurch Prüfprozesse direkt in Unternehmen integriert werden können.
Meilensteine
Im Jahr 2025 haben wir wichtige Meilensteine erreicht. Die Entwicklung einer stabilen und leistungsstarken, augensicheren Festkörperlaserquelle bei 2 µm wurde abgeschlossen. Der Laser ist speziell auf Pulsenergie und Stabilität hin optimiert, um zuverlässige Ergebnisse zu gewährleisten. Ein bildgebendes Retroreflex-Ellipsometer, das Schäden an Freiformflächen präzise detektieren kann, haben wir integriert und die Systemfunktionalität im Rahmen von Labormessungen validiert. Parallel dazu entwickelten wir eine Software, die den Messprozess automatisiert und damit die Bedienung des Systems vereinfacht und die Effizienz steigert.
Die Abteilungen Lasertechnologie aus Ettlingen und Sichtprüfsysteme aus Karlsruhe arbeiteten eng zusammen, um diese Fortschritte zu erzielen. Für das Jahr 2026 steht der Aufbau und die Testphase des ersten Prototyps an. Ziel ist es, die Funktionalität des Systems weiter zu validieren und die Automatisierung zu finalisieren, um eine zuverlässige Lösung für die optische Messtechnik bereitzustellen.
Fraunhofer-Institut für Optronik, Systemtechnik und Bildauswertung IOSB