Der Stellungswahlassistent (SWA) dient zur Beschleunigung des Führungsprozesses der Landstreitkräfte. Ziel ist die automatisierte Überprüfung des Geländes auf Merkmale, die charakteristisch für wirksame Stellungen sind.
Gefechtsführung im Wettlauf gegen die Zeit
Die Auswahl günstiger Gefechtsstellungen auf einer topografischen Karte ist zeitaufwändig und fehleranfällig. Die begrenzte Kartenauflösung führt zu Fehleinschätzungen – Positionen erscheinen geeignet, erweisen sich im Gelände aber als unbrauchbar. Die Folge: Erkundungskommandos »verfahren« sich, landen an ungeeigneten Orten und müssen weitersuchen. Jede zusätzliche Minute im Gelände erhöht das Risiko dramatisch: Auf dem gläsernen Gefechtsfeld werden Ziele in Sekunden lokalisiert und sofort unter Beschuss genommen. Wo Sekunden über Leben und operative Wirksamkeit entscheiden, fehlt ein System, das die Stellungswahl automatisiert und präzise macht.
Der SWA liefert die besten 5 % des Gebiets
Der Stellungswahlassistent automatisiert die Geländebewertung – KI-gestützt, aufbauend auf dem Erfahrungswissen und Vorgehen der Soldatinnen und Soldaten. Die Analyse dauert nur noch wenige Minuten. Das Ergebnis ist eine präzise Karte, die auf einen Blick zeigt, welche Positionen maximale Wirkung bei optimaler Deckung bieten. Die Erkundung erfolgt zielgerichtet. Ungeeignete Stellen werden gar nicht erst angefahren. So bleibt mehr Zeit für Qualität und Führungsarbeit – und die Soldaten bleiben länger in Deckung.
Fraunhofer-Institut für Optronik, Systemtechnik und Bildauswertung IOSB