Die »MilitAR-Sandbox« funktioniert als tangible User Interface – eine Schnittstelle, die digitale Daten durch physische Interaktion greifbar macht. Sie verbindet drei Komponenten in einer standardisierten Architektur:
Sensorik und Datenerfassung: Eine 3D-Kamera erfasst die Sandoberfläche kontinuierlich und generiert ein digitales Höhenmodell. Die räumliche Kalibrierung erfolgt separat – Nutzende können Lage und Höhenmaßstab je nach Trainings- oder Validierungsszenario flexibel einstellen.
Analysepipeline: Modular aufgebaute Analyse-Plugins kommunizieren über standardisierte Programmierschnittstellen (API) und ein Bus-System. Dies ermöglicht Austausch und Erweiterung einzelner Module ohne Hardware-Anpassung. Der aktuell implementierte »Stellungswahlassistent« bewertet Positionen nach Wirkung, Deckung und Zugänglichkeit.
Visualisierung und Bedienung: Ein Beamer projiziert die Ergebnisse direkt zurück auf den Sand – die farbcodierte Bewertung, Höhenlinien und Koordinatengitter. Eine grafische Benutzeroberfläche ermöglicht in Echtzeit die Anpassung aller Parameter. Alle Operationen werden in Logdateien dokumentiert – essenziell für Validierung und Nachvollziehbarkeit.
Das System ist in modularer Form aufgebaut und mit einem kleinen Lieferwagen transportierbar. Dies ermöglicht flexible Einsätze an verschiedenen Ausbildungs- und Erprobungsorten.