Agentic AI ist der nächste Entwicklungsschritt in der Anwendung großer Sprachmodelle. Doch die Realität ist komplexer als das Versprechen:
- Wie belastbar ist die Planungsfähigkeit von LLMs tatsächlich?
- Wo reichen kosteneffiziente Modelle und wo braucht es Flagship-Kapazität?
- Wie entwirft man robuste Systeme, wenn sich das Verhalten grundlegend von klassischer, deterministischer Software unterscheidet?
Der produktive Einsatz von KI-Agenten erfordert ein fundiertes Verständnis dieser Möglichkeiten und Grenzen.
Wir entwickeln KI-Agenten, die mehrstufige Aufgaben eigenständig planen und ausführen und dabei immer innerhalb klar definierter Handlungsräume bleiben. Durch das Zusammenspiel spezialisierter Werkzeuge und Datenquellen übernehmen sie arbeitsteilige Abläufe entlang vorgegebener Prozesse und wählen dabei selbstständig die passenden Methoden zur Zielerreichung. Über die Anbindung an interne Wissensbasen und bestehende Anwendungen agieren sie kontextbezogen und passgenau für den jeweiligen Einsatzbereich.
Wir untersuchen, wie sich die oft abstrakt formulierten Anforderungen aus regulatorischen Rahmenwerken, wie z. B. dem EU AI Act und auch organisatorischen Vorgaben, in technisch prüfbare Architekturprinzipien überführen lassen. Unter dem Begriff Agent Policies definieren wir, welche Entscheidungen ein Agent treffen darf, wie er sein Vorgehen begründen muss und wo verbindliche Leitplanken gelten. Ziel ist es, Transparenz, Erklärbarkeit und Governance nicht nachgelagert zu behandeln, sondern als strukturgebende Prinzipien in der Software zu verankern – dokumentierbar, prüfbar und über den gesamten Lebenszyklus nachverfolgbar.
So lassen sich auch anspruchsvolle Arbeitsabläufe zuverlässig automatisieren, ohne den fachlichen und organisatorischen Rahmen zu verlassen.