Fraunhofer-Institut für Optronik, Systemtechnik und Bildauswertung IOSB

Virtual Reality im Kontext von Aus- und Weiterbildung

Virtual Reality im Kontext von Aus- und Weiterbildung

Im Rahmen von Aus- und Weiterbildung untersuchen wir aktuelle Technologien auf ihre Eignung und ihr Potential zu einer Verbesserung der Ausbildung beizutragen. Spätestens mit der Einführung der Oculus- und Vive-VR-Systeme ist Virtual Reality soweit ausgereift, um als alltagstauglich bezeichnet zu werden und auch auf dem Massenmarkt Anklang zu finden.
Die ständige technologische Weiterentwicklung der eingesetzten Hardware (z.B. Oculus Quest, Vive Pro) lassen erkennen, dass momentane Hemmschuhe wie kabelgebundene Hardware oder gering auflösende Displays bald der Vergangenheit angehören werden – und Virtual Reality damit zunehmend für den alltäglichen Gebrauch – auch in der Ausbildung – interessant wird.

Wir untersuchen VR in folgenden Bereichen:

Immersion in VR

Der Grad der Immersion, der sich mit Virtual Reality erreichen lässt, ist durch die Beschaffenheit der Hardware enorm: durch das Aufsetzen der VR-Brille und Kopfhörern, schottet man sich audiovisuell komplett von der Realität und ihren Ablenkungsreizen ab. Die Illusion, sich in einer alternativen Realität zu bewegen scheint perfekt – kann aber durch Steigerung des Realitätsgrades (z.B. haptisches Feedback, fotorealistische Szenen, etc.) noch weiter verbessert werden.

  • Erstellung und Optimierung von VR-Szenarien aus 3d-Punktwolken für die Bildauswertung
  • Immersionssteigerung in VR durch haptisches Feedback

Multiuser-VR-Szenarien

In der Ausbildung kommt es regelmäßig zu Situationen, bei denen klassische (Telefon) wie neuere Medien (Videokonferenzen) an ihre Grenzen stoßen, da die notwendige Interaktionsbandbreite gegenüber dem persönlichen Gespräch technisch limitiert ist. VR-Räume sind aufgrund ihrer Virtualität hinsichtlich des Interaktionsreichtums nur von der Kreativität der Entwickler begrenzt, so lassen sich mannigfaltige Anwendungsfälle – vom Erfahrungsaustausch zweier, räumlich weit voneinander entfernten Experten mit anwendungsspezifischen Werkzeugen (z.B. für die Bildauswertung), bis hin zur virtuellen Exkursion im Klassenverband – realisieren.

  • Intuitive Methoden und Werkzeuge für die Bildauswertung in VR-Szenarien

Intuitive Interaktionsformen in VR

Um Lernenden ein möglichst barrierefreies Erlebnis mit Ausbildungsszenarien in VR zu gewährleisten, ist es von enormer Wichtigkeit, diese so intuitiv wie möglich zu gestalten. Klassische 2d-User-Interfaces aus dem Desktopbereich müssen passend transformiert oder durch, dem räumlichen Charakter von VR angepasste Bedienkonzepte wie Sprachsteuerung oder Aufmerksamkeitssteuerung über audiovisuelle Reize, erweitert werden.

  • Verbessertes Feedback an den Benutzer mittels auditiver Unterstützung
  • Intuitive Interaktion mit komplexen Szenenelementen mittels Sprachsteuerung