Fraunhofer-Institut für Optronik, Systemtechnik und Bildauswertung IOSB

Prüfung transparenter Objekte nach DIN ISO 10110-3

Prüfung transparenter Objekte nach DIN ISO 10110-3

Beim Schmelzen und Veredeln von Gläsern entstehen Blasen und Partikeleinschlüsse im Material. Sie beeinträchtigen nicht nur die Abbildungsqualität optischer Bauelemente, sondern auch die Weiterverarbeitbarkeit der Gläser. Deshalb wird DIN ISO 10110-3 (Optik und optische Instrumente, Teil 3: Materialfehler, Blasen und Einschlüsse) sowohl zur Spezifikation optischer Systeme als auch zur Charakterisierung der Qualität transparenter Halbzeuge angewendet.

Blasen und Partikeleinschlüsse führen zu Streuung bzw. Absorption des Lichts im Material. Die Wirkung beider Effekte auf die Abbildungsqualität ist annähernd proportional zur projizierten Querschnittsfläche. Daher wird die Blasenqualität von Gläsern traditionell durch Angabe der sichtbaren Querschnittsfläche der Fehler pro Volumeneinheit charakterisiert. In DIN ISO 10110-3 wurde diese Charakterisierung grundsätzlich übernommen. Zusätzlich wird die Gewichtung einer höheren Anzahl kleinerer Blasen oder Einschlüsse und der Grenzwert für eine (unzulässige) Fehlerhäufung festgelegt.

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Ein Produkt der Abteilung Sichtprüfsysteme.