Fraunhofer-Institut für Optronik, Systemtechnik und Bildauswertung IOSB

Integrated Autonomous Driving Lab

Integrated Autonomous Driving Lab

Autonomes Fahren: Mobilität der Zukunft

Autonome Fahrzeuge steuern sich selbst. In der höchsten Automatisierungsstufe ist ein menschliches Eingreifen überhaupt nicht mehr nötig. Bis dahin werden sukzessiv Fahraufgaben durch automatische Assistenzfunktion abgelöst. Der Fahrer wird entlastet, bis er schließlich selbst zum Beifahrer wird. Dieser Vision gehen OEMs und Zulieferer in großen Schritten entgegen. Und die zunehmenden Automatisierungsfunktionen in heutigen PKW-Generationen deuten darauf hin, dass das Ziel »autonomes Fahren« in absehbarer Zukunft erreicht werden kann.

Das IOSB bietet zwei für vollautomatisches Fahren umgerüstete Versuchsfahrzeuge –
E-Golf 7 und Golf Variant – mit redundanter Sensorik.

Entwicklungspartner für innovative Assistenten und Dienste

Für die Entwicklung neuartiger Assistenzsysteme und innovativer Mensch-Maschine-Schnittstellen bedarf es kompetenten Wissens und der nötigen Infrastruktur, um Ideen schnell umsetzen und testen zu können. Gerade für kleine und mittelständische Unternehmen bedeutet das, dass sie schnell entsprechendes Know-how benötigen, um die nötige Innovationskraft im Forschungsumfeld des autonomen Fahrens aufbringen zu können, um Konzepte entwickeln, diese prototypisch umsetzen und direkt mit Kunden testen zu können.

An dieser Stelle hilft das Fraunhofer IOSB als erfahrener Partner. Im Integrated Autonomous Driving Lab können wir neuartige Bedienkonzepte und Assistenzsysteme gemeinsam mit dem Partnerunternehmen sowohl von Grund auf konzipieren und umsetzen als auch mit Endnutzern erproben und validieren. Das Partnerunternehmen bringt sich gestalterisch aktiv in den Entwicklungsprozess ein, während wir die Kompetenz in der Umsetzung inklusive der notwendigen Labor-, Simulations- und Testumgebung bereitstellen und als Berater, Wissenschaftler und Entwickler fungieren.

Ein Fahrsimulator erlaubt Experimente unter vollständig kontrollierbaren Bedingungen. Der Innenraum des Audi A3 wurde mit umfangreicher Kamerasensorik zur Echtzeiterfassung aller Insassen ausgestattet.

Alle Insassen werden über stationär verbaute Kameras erfasst. Ergänzend können mobile Blickmessgeräte eingesetzt werden, um während Fahrmanövern oder Nebentätigkeiten die tatsächliche Aufmerksamkeit feingranular nachzuvollziehen.                             


 

Unsere Forschungsschwerpunkte

  • Innovative und intuitive Assistenz- und Diensteangebote im Forschungskontext autonomen Fahrens.

  • Kamerabasierte Erfassung von Personen im Fahrzeuginnen- und Außenraum (Gesichtsidentifikation, Alters- und Geschlechtserkennung, Blick und Kopfdrehung, Körperhaltung, Hand- und Zeigegesten.

  • Kamerabasierte Erfassung und Identifikation von Objekten im Fahrzeuginnen- und Außenraum.

  • Interaktionserkennung der Insassen mit Innenraumobjekten (z.B. Blendschutz, Handschuhfach usw.)

  • Aktivitätserkennung der Insassen hinsichtlich einer Vielzahl verschiedener kurzer und längerer Nebentätigkeiten (z.B. Trinken, Essen, Schlafen, Lesen, Arbeiten usw.).

  • Integration von Spracherkennungssystemen (Speech to Text) wie Alexa, Mozilla Deepspeech, Houndify usw. zur Gestaltung einer sprachbasierten Mensch-Maschine-Interaktion oder Dialogerkennung zwischen den Nutzern.

  • Gestaltung und Umsetzung multimodaler Nutzerschnittstellen, z. B. Bedienkonzepte mittels Zeigegesten oder Spracherkennung, eine Steuerung durch Blickmessung oder Personalisierungen und Verifikationen durch Gesichtsidentifikation.

  • Einsatz von Augmented Reality oder Virtual Reality.