Fraunhofer-Institut für Optronik, Systemtechnik und Bildauswertung IOSB

Vernissage der Ausstellung »ZEITZEUGEN« von Renata Schepmann

Karlsruhe, 22.2.2018

»Alles kann eine Inspiration sein. Wir müssen mit offenen Augen durch unsere Welt gehen«, erklärt Renata Schepmann. Am Donnerstag, dem 1. März 2018, findet um 17:30 Uhr die feierliche Ausstellungseröffnung »ZEITZEUGEN« der Künstlerin im Fraunhofer-Institut für Optronik, Systemtechnik und Bildauswertung IOSB in Karlsruhe statt.

 

Renata Schepmann möchte einen Dialog zwischen ihrem Kunstwerk und dem Betrachter herstellen Foto: © Renata Schepmann

 

»Zeitzeugen ist eine Serie, an der ich seit mehr als drei Jahren arbeite und die mit dieser Ausstellung beendet wird«, erklärt Schepmann. Bei diesen Kunstwerken wurde sie häufig durch ihre Fotografie inspiriert, erzählt die gebürtige Polin: Mit Leidenschaft fotografiert sie alte Türen, ein Stück Mauer oder die verrostete Ecke an einem Haus. Diese erzählen für die Künstlerin ihre je eigene Geschichte, die in jedem Bild mit ihrer persönlichen Geschichte verschmelzen. »Es sind die kleinen Details, an denen wir Menschen oft einfach vorbeigehen. Eine Kritzelei des Kindes auf einer verrosteten Hausmauer kann eine bessere Inspiration sein als alles andere. Das JETZT in Verbindung mit meinem SEIN, das versuche ich in meinen Bildern festzuhalten.«

 

Flucht aus dem Dschungel der Fremdbestimmungen

So entstehen Schepmanns Bilder im Dialog mit dem Leben. Die Malerei schafft für sie ein partnerschaftliches Verhältnis zwischen dem Unbewussten und ihrem Bewusstsein. Die Künstlerin möchte mit ihren Bildern »positiv beunruhigen«, wie sie sagt, und zu konstruktiven Auseinandersetzungen auffordern. Der Betrachter soll aus dem Dschungel der Abhängigkeiten, den Reaktionen und Fremdbestimmungen entfliehen.

Seit 2007 stellte sie unter anderem im Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO in Stuttgart und auf der Kunstmesse ART SYLT aus. Auch International machte sich Schepmann einen Namen durch Kunstmessen und Ausstellungen, wie zum Beispiel die Galleria D‘Arte »San Giusto« in Triest, Italien, und in den USA die Houston Fine Art Fair.

 

Schepmanns Kunstwerke tragen bewusst keine Namen. © Renata Schepmann

 

Künstlerin mit sozialer Ader

Die Künstlerin ist auch sozial engagiert: Sie versteigerte mehrfach ihre Bilder und verschenkte die Spendensumme an »KOMEN Deutschland e.V.«, einen Verein für die Heilung von Brustkrebs, und an die Bundesstiftung Kinderhospiz.

Gute Kunst muss für Schepmann »eine offene Tür haben und den Betrachter einladen. Sie sollte ein Gefühl, eine Frage und einen Gedanken auslösen, einen Dialog zwischen dem Werk und dem Betrachter entstehen lassen. Deswegen gebe ich meinen Werken keine Namen, ich will dem Betrachter nichts suggerieren.«

 

Die interessierte Öffentlichkeit ist herzlich zur Vernissage eingeladen: 1. März, 17:30 Uhr im Fraunhofer IOSB, Fraunhoferstr. 1, 76131 Karlsruhe. Anschließend kann die Ausstellung bis zum 7. Juni 2018 nach vorheriger Anmeldung unter Telefon 0721 6091-333 besichtigt werden.