Fraunhofer-Institut für Optronik, Systemtechnik und Bildauswertung IOSB

»Karlsruher Thesen zur Digitalen Souveränität Europas« veröffentlicht

»Karlsruher Thesen zur Digitalen Souveränität Europas« veröffentlicht

Wer hat die Hoheit über unsere Daten? Von welchen Akteuren und Ländern sind wir abhängig, um das Funktionieren unserer digitalen Infrastruktur und damit zahlreicher gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Prozesse zu gewährleisten? Um solche Fragen drehen sich die »Karlsruher Thesen zur Digitalen Souveränität Europas«, die die Professoren Jörn Müller-Quade (KIT), Ralf Reussner (FZI) und Jürgen Beyerer (Fraunhofer IOSB) anlässlich einer Konferenz zum selben Thema am 2.11.2017 präsentiert haben.

 


Prof. Dr.-Ing. habil. Jürgen Beyerer bei der Präsentation im Rahmen der Ausstellung  »Open Codes - Digitale Souveränität«. Bildquelle: FZI.

In dem Dokument formulieren die IT-Experten wichtige Forderungen, damit Europa in einer zunehmend digitalen, vernetzten Welt eine vertrauenswürdige Verarbeitung von Informationen, also Datenschutz und -sicherheit gewährleisten kann.

Vertrauenswürdige Infrastrukturen und Transparenz von Informationsverarbeitungsvorgängen stellen hierbei eine Voraussetzung für die technische Unterstützung des Grundrechts auf informationelle Selbstbestimmung der Bürger und für die Souveränität von Organisationen, Unternehmen und Staaten dar. Schließlich skizzieren die Autoren Forschungsfragen, deren Verständnis für ein Erreichen digitaler Souveränität entscheidend sein wird.

Die drei beteiligten Karlsruher Einrichtungen - das Fraunhofer Institut für Optronik, Systemtechnik und Bildauswertung IOSB, das Forschungszentrum Informatik sowie das Karlsruher Institut für Technologie - sind die maßgeblichen Akteure in KASTEL (Kompetenzzentrum für angewandte Sicherheitstechnologie). Dabei handelt es sich um eines von deutschlandweit drei Kompetenzzentren für Cybersicherheit, die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert werden. Die Konferenz zur digitalen Souveränität am 2.11. fand anlässlich der Ausstellung »Open Codes« im Zentrum für Kunst und Medien Karlsruhe statt.