Fraunhofer-Institut für Optronik, Systemtechnik und Bildauswertung IOSB
Institutsteil Industrielle Automation

Grundlagen des Industriellen Internet

Aktuelle Studien gehen davon aus, dass im Jahr 2020 mehr als 20 Mrd. Geräte miteinander vernetzt sein werden. In diesem so genannten Internet der Dinge werden auch immer mehr Maschinen, Menschen und Produkte über das Internet miteinander verbunden sein. Hierbei hat die schnelle, zuverlässige und vor allen Dingen sichere Kommunikation eine viel höhere Bedeutung, als beispielsweise bei den Anwendungen auf den Smart Phones.


Für das Gelingen der Industrie 4.0 besteht die Herausforderung darin, grundlegend neue Kommunikationstechnologien zu entwickeln, die die Maschinen und Anlagen fit machen für die Anforderungen der Zukunft – mit Flexibilität, Sicherheit, Langlebigkeit und insbesondere der Vernetzung im „industriellen Internet“. Denn bislang sind die Netzwerke der Maschinen Insellösungen, die größtenteils nicht miteinander kompatibel sind. Die Lösung dieses Problems bewerten Experten als grundlegende Voraussetzung für die Industrie 4.0 – und genau an der Realisierung dieser digitalen Infrastruktur sind Lemgoer Forscher beteiligt.

Zum einen mit dem Projekt „FIND“, an dem das Institut für industrielle Informationstechnik der Hochschule OWL beteiligt ist. Es beschäftigt sich mit sehr großen Kommunikationsnetzen:
Das Ziel ist die Vereinfachung der Handhabung durch ein intelligentes Netzmanagement und durch die Zusammenführung der verschiedenen Netztechnologien. Zum anderen startete das Projekt „FlexSi-Pro“, an dem das Fraunhofer IOSB-INA  in Lemgo mitwirkt. Hier werden sollen Netzfunktionen in Software umgesetzt werden. „Damit wird die Fabrik der Zukunft von einer erhöhten Flexibilität und Sicherheit der Kommunikationsnetze profitieren“, erklärt Dr. Holger Flatt, Gruppenleiter bei Fraunhofer (rechts).

Professor Jasperneite, Leiter beider Institute (2. v.l.): „Wir freuen uns, dass sich gleich beide Lemgoer Forschungseinrichtungen in diesem Wettbewerb des Bundesministeriums für Bildung und Forschung mit ihren eingereichten Konzepten durchsetzen konnten. So können wir gemeinsam mit unseren Konsortialpartnern einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung des Industriellen Internets leisten.“ „Um insbesondere kleine und mittelständische Unternehmen bei der Einführung von Industrie 4.0 zu unterstützen, werden wir die Ergebnisse beider Projekte in der SmartFactoryOWL, einer gemeinsamen Initiative des Fraunhofer IOSB-INA und der Hochschule OWL, erproben und demonstrieren“, so Dr. Lukasz Wisniewski, Gruppenleiter im inIT (links).