Fraunhofer-Institut für Optronik, Systemtechnik und Bildauswertung IOSB

Coalition Shared Data (CSD) Server

Einführung

Die Überwachung im zivilen und militärischen Umfeld erfolgt oftmals mithilfe getrennter Systeme. Daher können die Daten nicht gemeinsam genutzt werden, die Möglichkeiten zur Erfüllung des Auftrags sind eingeschränkt. Dienste wie Daten-/Informationserfassung und -analyse werden nicht mithilfe des besten, sondern des einzig verfügbaren Systems ausgeführt. Die Ressourcenverwaltung ist verbesserungsfähig. Für die Lösung dieses Problems wurde ein Konzept zur bedarfsgerechten Verteilung von Daten entwickelt und implementiert. Für die Speicherung standardisierter Daten wird ein Coalition Shared Data-Server verwendet, der die Bereitstellung der Daten gemäß den Benutzeranforderungen sowie den Netzwerk- und Sicherheitseinstellungen ermöglicht.


Lösung

Beauftragungs-, Sensor- und Auswertungssysteme speichern relevante Metadaten und Produkte in allgemeinen (standardisierten) Formaten auf einem gemeinsam genutzten Datenserver, auf den spezielle Schreib- und Leseclients zugreifen können. Die Zugriffsmechanismen sowie das Datenmodell und die Schnittstellen der Datenbank basieren auf Standards (z. B. STANAG 4559). Die interoperable Architektur ermöglicht die Datenanalyse im am besten geeigneten System.


ISR-Verwaltung und Kommunikation

Netzwerksysteme können je nach Fähigkeit und Benutzeranforderungen konfiguriert werden.


Wesentliche Merkmale und Grundfunktionen

Datenverwaltung

• Speicherung einer Vielzahl von Datentypen (beispielsweise Videos, Bilder, Berichte, Tracks, Auftrags-Elemente, Flächenbereiche, taktische Symbole)
• Abfrage und Abonnement von CSD Metadaten; ein Abonnement ermöglicht eine automatische regelmäßige Aktualisierung eines abfragenden Systems, wenn neue Daten verfügbar und für den Benutzer interessant sind
• Eine Synchronisierung von CSD-Metadaten über mehrere CSDs per WAN gemäß Bandbreiten- und Aufgabenbeschränkungen ermöglicht eine Anpassung an die Umgebung
• Skalierbarkeit und Anpassungsmöglichkeit an unterschiedliche Netzwerktopologien


Erweiterte Merkmale und Funktionen

Datenmodell

• Unterstützung von CSD-Datenmodellerweiterungen

Datenüberprüfung

• Validierung von Metadaten
• Validierung verwandter Dateien
• XML-Validierung mit Schemata

Rollenbasierte Benutzerverwaltung

• Unterschiedliche Zugriffsrollen und Sicherheitseinstellungen für die einzelnen Benutzer
• Verwendung des Lightweight Directory Access-Protocol (LDAP)

Sicherung

• Hot Standby-Funktionalität
• Backup-Verwaltung

Protokollierung

• Unterstützt die Protokollierung aller system- und sicherheitsbezogenen Daten
• Optionale Anbindung an einen Protokollserver

Überwachung und Verwaltung

• Ermöglicht dem Administrator die Visualisierung des Systemstatus und das Zurückverfolgen vergangener Ereignisse mithilfe grafischer Benutzeroberflächen
• Unterstützt die unkomplizierte Anpassung von Systemparametern und der allgemeinen Konfiguration

Mögliche Erweiterungen

• Integration von Nachrichtendienstprodukten (HUMINT, SIGINT, ELINT, MASINT)
• Integration weiterer Sensortypen
• ISR mithilfe von Diensten (SOA)
• Abfragen werden von semantischen Modellen unterstützt
• Einsatz von Datenfusionsdiensten

Umwandlung proprietärer Formate in standardkonforme Formate

Das Fraunhofer IOSB bietet zudem eine Vielzahl an Tools, die den CSD-Import zahlreicher Datenformate ermöglichen. Weitere Informationen entnehmen Sie bitte den entsprechenden Produktflyern.
• NSIF Creator für Bilder (STANAG 4545)
• i2exrep zur Berichterstellung (STANAG 3377/3596)
• Videotranscoder für Videos (STANAG 4609)
• XMPP Client für Chats und dynamisches Tasking

Clients für Datenzugriff

Die folgende Liste liefert eine Übersicht über die Schreib- und Leseclients, die üblicherweise für den CSD-Server verwendet werden. Weitere Informationen finden Sie in den entsprechenden Produktflyern.
• ISAAC.map (mit Kartenanzeige)
• ISAAC.web (Webclient)
• ISAAC.lib (Bibliothek zur Systemintegration)