Fraunhofer-Institut für Optronik, Systemtechnik und Bildauswertung IOSB

DigET - Anwendung und Szenario

Anwendung


Angewendet werden kann der DigET beispielsweise zur Team-basierten Anlagen-Umplanung Die Umplanung ist ein besonders herausforderndes Szenario, weil hier neue
Anlagen in bestehende Linien oder Hallen mit existierender Infrastruktur, z.B. Technische Gebäudeausrüstung, eingefügt werden müssen. Die Anlagen-Neuplanung und die dafür erforderlichen Abstimmungsprozesse können ebenfalls unterstützt werden, aber erst bei Veränderungen in den Planungsständen auf Grund von Umplanungen zeigt sich die Stärke der neuartigen Umgebung. Der DigET dient dabei als Arbeitsplatz zur Diskussion von Änderungen und unterstützt bei der Lösung der dabei entstehenden/auftretenden Konflikte. Er ist aber nicht der Arbeitsplatz der Disziplinen zur Planung, sondern stellt einen gemeinsamen Abstimmungsraum dar. Jede Disziplin arbeitet dabei weiterhin mit dem Tool ihrer Wahl, der DigET unterstützt bei der effektiven Koordination und Fusionierung aller Änderungen auf dem Datenbestand.


Szenario


Ein Einsatzbeispiel für den DigET ist die Anlagen-Umplanung auf Grund von Kapazitätsproblemen durch Engpassmaschinen, die zu Verspätungen von Fertigungsaufträgen führen.

In einer Produktionshalle mit verschiedenen Abfülllinien zur Flüssigkeitsabfüllung wird beispielsweise von der Fertigungsfeinplanung eine permanente Überlast als Problem festgestellt. Diese kann in einer der Abfülllinien auftreten und wird mit allen Beteiligten in der Umgebung des DigET besprochen und bearbeitet. Ein Lösungsvorschlag könnte das Einbringen einer zusätzlichen Abfüllstation sein, die entsprechend in den kompletten Produktionsprozess, das Umfeld und den zugehörigen IT-Systemen eingeplant werden muss. Änderungen, die nötig werden, sind beispielsweise die Optimierung der Fertigungsabläufe (des Arbeitsplans) unter Einbeziehung der zusätzlichen Tank-Station. Sind alle Detailplanungen durch die einzelnen Disziplinen vorgenommen, treffen sich diese wieder beim DigET und bringen ihre Änderungen ein. Dabei auftretende Konflikte werden aufgelöst, es wird über mögliche Alternativen diskutiert und die entsprechenden Veränderungen werden sukzessive eingebracht, um so zu einem neuen praktikablen Planungsstand zu kommen. In einem interaktiven Prozess werden alle Disziplinen einbezogen, um zu einer gemeinsamen Lösung zu kommen. Unterstützt wird dies durch das gemeinsame Datenformat, die Datenaustausch-Middleware, sowie Multi-Display-Interaktion und verschiedene Kollaborationstechniken.