Fraunhofer-Institut für Optronik, Systemtechnik und Bildauswertung IOSB

Geschäftsfeld
Zivile Sicherheit

Geschäftsfeld
Zivile Sicherheit

Mission

Dem Sicherheitsbedürfnis von Menschen, Unternehmen und Behörden, die sich vor Naturgefahren und absichtlich herbeigeführten Gefährdungen schützen wollen, widmet sich das Geschäftsfeld Zivile Sicherheit mit einer breiten Aufstellung miteinander verknüpfter Kompetenzen, in welcher sensornahe optronische Aspekte ebenso behandelt werden wie multimodale Überwachungsrobotik (zu Land, auf See und in der Luft), die Entwicklung modernster Auswerteverfahren, die Unterstützung interoperabler Standards beim zeitnahen Informationsaustausch für die Gefahrenerkennung und -beherrschung sowie die Assistenz bei der Situationsanalyse und die Mensch-Maschine-Interaktion in Lagezentren.

 

Wissend, dass im Spannungsfeld von Sicherheits- und Freiheitsbedürfnis neue Technologien besonders dann kontrovers diskutiert werden, wenn sie mit Überwachung in Verbindung gebracht werden, verfolgt das IOSB den Gedanken des "Privacy by Design", der die Berücksichtigung von Datenschutzaspekten schon beim Systementwurf verlangt.

 

Das Angebot reicht von Studien (z.B. zur Bewertung) über die Realisierung von Experimentalsystemen oder Prototypen sowie in Einzelfällen bis hin zur Systementwicklung. In typischen Projekten unterstützen die Sicherheitsforscher des Fraunhofer IOSB Kunden bei dem Ansinnen, ihre Wettbewerbsposition zu stärken, indem bisher schwer lösbar geglaubte Herausforderungen mit neuen Produktgenerationen adressiert werden, in die Innovationen aus der vordersten Front der Forschung einfließen.

Märkte

Das Geschäftsfeld Zivile Sicherheit bedient mit seinen Angeboten Kunden aus dem privaten und dem öffentlichen Sektor. Zu ersteren gehören u.a. Anbieter von Sicherheitstechnologien, Sicherheitsdienstleister sowie Betreiber sicherheitskritischer Liegenschaften. Im öffentlichen Sektor bedient das IOSB Behörden auf Bundes-, Landes- und kommunaler Ebene, insbesondere Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS), die neue Technologien zur Erfüllung ihrer Aufgaben identifizieren und beurteilen wollen.


Für fachlich spezialisierte kleine und mittlere Unternehmen steht das IOSB als Partner für die Entwicklung von Produktinnovationen zur Verfügung und versteht sich dabei als "verlängerte Forschungsbank" für Unternehmen, die auch ohne eigene Forschungsabteilung von neuen wissenschaftlichen Ergebnissen profitieren wollen.
Für Großunternehmen übernehmen die Wissenschaftler des Geschäftsfelds Zivile Sicherheit oft besonders anspruchsvolle Teilaufgaben in Großvorhaben.
Systemintegratoren binden, etwa auf Lizenzbasis, Entwicklungen des IOSB in ihre Systeme ein.


Sicherheitsdienstleister erörtern mit dem IOSB vor oder nach der Akquisition eigener Kundenaufträge Möglichkeiten, Effizienz und/oder Effektivität ihrer Arbeit mit dem Einsatz neuer Technologien weiter zu steigern; erforderlichenfalls bindet das IOSB industrielle Partner für Entwicklung und 24/7-Support der Systeme ein.


Anbieter neuartiger Hightech-Produkte, die eigenen Kunden Gewissheit bezüglich Performancebehauptungen geben wollen, beauftragen das IOSB mit Laborevaluation und Benchmarkingprüfungen, aus denen absolute und/oder relative Leistungsaussagen hervorgehen.


Für Unternehmen oder Behörden, die Großausschreibungen für Sicherheitssysteme vorbereiten, stehen die Experten des IOSB beratend zur Verfügung, insbesondere mit Blick auf in Frage kommende neue Technologien. Dies umfasst insbesondere die Bewertung von Technologien hinsichtlich ihrer Eignung für bestimmte Aufgabenstellungen.


Unternehmen, die zur Weiterentwicklung ihres Portfolios auf öffentlich geförderte Forschungsvorhaben zurückgreifen wollen, steht das IOSB bereits bei der Identifikation passender Förderprogramme und für die Antragstellung zur Verfügung, sowie während des Förderprojekts als Forschungspartner. Analog findet das IOSB für Anwender, die für ihre Aufgabenfelder neue technologische Lösungen suchen, Förderprogramme und geeignete Industriepartner.


Technologisch bilden hierbei gemäß der Gesamtaufstellung des Fraunhofer IOSB Verfahren und Systeme zur Bildauswertung einen Schwerpunkt, die etwa zur Liegenschaftsüberwachung im Innen- und Außenraum entwickelt werden. Das IOSB bedient mit seinen Kompetenzen die ganze Kette von der sensornahen Datenakquise, Sensorträgern und deren automatischer Steuerung für Überwachungsmissionen, Auswertung auf maschineller oder Mensch-Maschine-Basis, Multisensorfusion und Situationsanalyse bis hin zur Nutzung derart gewonnener Informationen zur Führungsunterstützung auf hoher Ebene. Auf allen Ebenen ist die datenschutzkonforme Systemauslegung explizites Forschungsthema und Bestandteil des Beratungsangebots des Geschäftsfelds Zivile Sicherheit.

 

Produkthighlights

Bildverarbeitung und -auswertung

  • ABUL - Automatisierte Bildauswertung für Unbemannte Luftfahrzeuge

    Ein interoperables Videoauswertesystem mit integrierten Realzeit- und Offline-Verfahren sowie diversen Visualisierungskomponenten zur Unterstützung des Auswerters.

     

     


  • Bildbasierte Objektlokalisierung

    Die Möglichkeiten zur hochgenauen, dreidimensionalen Erfassung der Umwelt mittels bildgebender Sensorik schreiten immer weiter voran. Beispielsweise erlauben moderne Laserscanner-Systeme eine schnelle und äußerst genaue, dreidimensionale Erfassung der Umwelt. Meist handelt es sich dabei aber um vergleichsweise teure und unhandliche Systeme.

     

     


  • NEST

    Network Enabled Surveillance and Tracking

     


  • Semantische Videoanalyse

    Im Rahmen des Projekts »semantisches Videomanagment« entstehen »Middelware«-Funktionen die als Basis zur Entwicklung innovativer Assistenzfunktionen in den Bereichen Archievierung, Suche, und maschinelle Beobachtung dienen.

     

     


Sensorik, Sensorplattformen und Sensornetze

  • ABUL - Automatisierte Bildauswertung für Unbemannte Luftfahrzeuge

    Ein interoperables Videoauswertesystem mit integrierten Realzeit- und Offline-Verfahren sowie diversen Visualisierungskomponenten zur Unterstützung des Auswerters.

     

     


  • AMFIS - Aufklärung mit mobilen und ortsfesten Sensoren im Verbund

    AMFIS - Integrationsplattform für Sensorik im Nahbereich. Mobile generische Bodenkontrollstation zur Aufklärung und Überwachung mittels Luft-, Land- und Wasserfahrzeugen im Verbund mit Sensornetzwerken.

     


  • AMROS

    Entwicklungsprojekt für patrouillierende Roboter im Sicherheits- und Überwachungsbereich

     


  • AquaBioTox - Trinkwasserüberwachung

    Onlinefähige Trinkwasserüberwachung
    auf Grundlage eines biologischen Breitbandsensors mit automatischer Bildauswertung

     


  • Datenaufzeichnung und Sensorsynchronisation

    In diesem Projekt werden Messanlagen konzipiert und aufgebaut, die Daten von mehreren bildgebenden Sensoren aufzeichnen können. Um die gemeinsame Verarbeitung aller Daten zu ermöglichen, werden die Sensoren mit einem Navigationssystem synchronisiert. Zur Synchronisation mit Sub-Frame-Genauigkeit werden Messungen des Zeitverhaltens von Kameras durchgeführt..

     

     


  • Fachinformationssysteme Umwelt

     


  • Semantische Videoanalyse

    Im Rahmen des Projekts »semantisches Videomanagment« entstehen »Middelware«-Funktionen die als Basis zur Entwicklung innovativer Assistenzfunktionen in den Bereichen Archievierung, Suche, und maschinelle Beobachtung dienen.

     

     


  • SENEKA mobiles Roboter-Sensor-Netzwerk für Katastrophenmanagement

    Naturkatastrophen und Industrieunfälle erfordern die schnelle situationsspezifische Aufklärung und Suche von Opfern und Gefahrenquellen.
    Durch die Einführung von miteinander vernetzten Robotern und Sensoren kann die Suchzeit deutlich verkürzt werden.

     


  • TRM4 und bildbasierte Simulationen

    Werkzeuge zur Entwicklung und Leistungsbeurteilung moderner optronischer Kamerasysteme

     


Führungsunterstützung

  • ABUL - Automatisierte Bildauswertung für Unbemannte Luftfahrzeuge

    Ein interoperables Videoauswertesystem mit integrierten Realzeit- und Offline-Verfahren sowie diversen Visualisierungskomponenten zur Unterstützung des Auswerters.

     

     


  • Automatische Unterstützung der Lageerfassung mit Minidrohnen

    Ob bei Rettungseinsätzen nach Katastrophen, beim Schutz kritischer Infrastruktur oder im Rahmen eines militärischen Einsatzes unter feindlicher Einwirkung, Lagekenntnis und –orientierung bedeutet vor allem auch die Zuordnung der Informationen im räumlichen Bezug und das bedingungslose Zurechtfinden in der unmittelbaren, relevanten Umgebung.

     

     


Datenschutz, Cyber Security

Cyber Security

IT-Systeme, die für Anwendungen der Zivilen Sicherheit zum Einsatz kommen, müssen eigensicher sein. Cyber Security als Informationssicherheit bezogen auf Netze und Infrastrukturkomponenten ist in diesem Zusammenhang Gegenstand der Forschungsarbeiten am IOSB.

 

Datenschutz

Der Datenschutz zieht sich als Querschnittsthema durch die Arbeiten des Geschäftsfelds Zivile Sicherheit und wird an dieser Stelle in seinem übergreifenden Charakter besonders herausgehoben dargestellt.

 

Labore / Ausstattung

  • SmartControlRoom als aufmerksamer Raum für Stabsführungsaufgaben, Testbed für Verfahren zum Personentracking, Gestenerkennung und zur Situationsanalyse; Entwicklungslabor für Smart Interaction (multimodale Interaktion über Großdiplays, Kameras, Mikrofone, Biometrie)
  • Modulare Multisensorsysteme AMFIS und AMROS zur Erprobung des Zusammenspiels von boden- und luftgebundenen Sensorträgern, Auswertung und Missionsplanung
  • Laservibrometrielabor
  • Gated Viewing-Labor
  • Technische Bewertungsanlage für Wärmebild- und Nachtsichtgeräte
  • Messanlage für Reflektionseigenschaften von Oberflächen
  • Experimental- und Demonstrationssystem mit hocheffizienten bildgestützten Fernerkundungsverfahren