Die Aufgaben in der Produktion werden zunehmend komplex: aufgrund permanenter Änderungen passen Unternehmen ihre Produktionssysteme laufend an Produkt- und Prozessinnovationen an. Produktionssysteme und produktionsnahe IT-Systeme müssen aufgrund der Marktdynamik immer schneller in Betrieb genommen werden. Allein aus diesen zwei Gründen werden Leitsysteme für eine transparente und sichere Produktion immer wichtiger. Darum versteht das IOSB heute unter Leitsystemen

  • skalierbare Anwendungen zur übergreifenden Visualisierung, Bedienung und Beobachtung automatisierter Produktionsanlagen und Fördertechnik,
  • Systeme zur intelligenten Feinsteuerung einzelner Produktionsbereiche unter Nutzung multikriterieller Optimierungsverfahren,
  • Leittechnik mit Funktionalitäten des Energiemonitoring und Energiemanagements,
  • Applikationen zur Überwachung von mit unterschiedlichen Lokalisierungstechnologien ausgestatteten Objekten sowie
  • webbasierte Systeme zur nutzerorientierten Auswertung der von den einzelnen Anlagen gesammelten Daten.

Damit sehen wir heute die Leittechnik als fundamentalen Bestandteil moderner Manufacturing Execution Systeme für die Industrie 4.0 an. Dabei reicht den Nutzern die reine Anlagenüberwachung nicht mehr aus: um einen Gesamtüberblick und damit Transparenz über den Produktionsprozess zu erhalten, müssen diejenigen Anwendungen integriert werden, die für eine Arbeitsaufgabe erforderlich sind – in der Industrie meist mehr als ein einziges produktionsnahes IT-System.

Das IOSB nutzt dabei seine Leitsysteme als Integrationsplattformen in Leitwarten, indem sie Funktionen heterogener Anwendungen zu einem Gesamtbild des Produktionsprozesses zusammenfassen. Innovative Leitsysteme sind darüber hinaus durch folgende Aspekte gekennzeichnet:

  • sie binden Werkzeuge zur 3D-Visualisierung dort ein, wo der Nutzer mit einer reinen zweidimensionalen Darstellung der Prozessführung überfordert ist oder die 2D-Darstellung nicht ausreicht,
  • nutzen Funktionen zur Bedienung und Beobachtung von Anlagen über gängige Webbrowser. Dies umfasst auch die Verteilung webfähiger Prozessführungsbilder auf mobile Endgeräte, z.B. smart phones, Tablet-PCs etc.,
  • ermöglichen ein automatisches Engineering im Sinne eines ‚plug-and-work‘, um Projektierungskosten und –fehler zu reduzieren und Anlagen schnell in Betrieb zu nehmen,
  • übernehmen Projektierungsdaten mit Hilfe von Standard-Beschreibungen aus Systemen der Digitalen Fabrik, z.B. über AutomationML,
  • unterstützen die sog. ‚selbstorganisierende Produktion‘ mit autonom agierenden Teilnehmern, die beispielsweise untereinander verhandeln, welches Werkstück durch welches Fördersystem auf welche Fertigungsanlage transportiert wird,
  • setzen neuer Technologien ein, von der Agententechnologie unter Nutzung von Ontologien über Web 2.0 Technologien bis zum Aufbau service-orientierter Architekturen für Leitsysteme,
  • sind mit neuen Interaktionsformen zu bedienen als bisher mit Tastatur und Maus, z.B. mit Gesten, Sprachsteuerung, etc.
  • ermöglichen die gezielte semantische Suche von Informationen zu einem Sachverhalt aus dem Engineering oder dem Fabrikbetrieb und
  • enthalten Assistenzkomponenten, z.B. zur mitlaufenden Simulation, Prognose und Unterstützung von Entscheidungen der Anwender.

Wie flexible MES für Werkhalle und Anlage genutzt werden können, lesen Sie hier.

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Fraunhoferstraße 1
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