Fraunhofer-Institut für Optronik, Systemtechnik und Bildauswertung

IOSB zählt zu 100 führenden Orten

Am 10. November 2015 wurde das Fraunhofer-Institut für Optronik, Systemtechnik und Bildauswertung (IOSB) für seine Lösungen zu universellen Schnittstellen für Maschinen und produktionsnahe IT ausgezeichnet. Diese Ehrung bezog sich auch auf das aktuelle Industrie 4.0-Großprojekt »SecurePLUGandWORK«.

 

 

Dr.-Ing. Miriam Schleipen (Fraunhofer IOSB) nimmt den Preis von Peter Hofelich (Staatssekretär im Ministerium für Finanzen und Wirtschaft Baden-Württemberg) entgegen. Foto: © Fraunhofer IOSB

Mit dem Wettbewerb »100 Orte für Industrie 4.0 in Baden-Württemberg« zeichnet die Allianz Industrie 4.0 Baden-Württemberg innovative Lösungen in der Wirtschaft aus, die die intelligente Vernetzung von Produktions- und Wertschöpfungsprozessen umsetzen. Die gesuchten Industrie 4.0-Lösungen können neue Produkte wie Maschinen und Anlagen, neue Prozesse und Dienstleistungen oder Software- und Vernetzungslösungen umfassen. Über die Bewertung und Auswahl für die »100 Orte« entscheidet eine Expertenjury der Allianz Industrie 4.0 Baden-Württemberg.

 

So funktioniert SecurePLUGandWORK

Wandlungsfähigkeit ist eine der zentralen Eigenschaften von Industrie 4.0. Beispiele dafür sind:

-       Schneller Einbau von Komponenten in Maschinen

-       Maschinen sollen schneller zu verketteten Anlagen integriert werden

-       Inbetriebnahmezeiten müssen reduziert werden

-       Maschinen und Anlagen sollen schneller und mit weniger Fehlern in die IT-Landschaft eingebunden werden.

Dafür benötigt Industrie 4.0 intelligente Anlagenkomponenten, Maschinen und Anlagen sowie IT-Systeme, die miteinander vernetzt sind und die Fähigkeiten der Teilnehmer im Produktionssystem in Form von Selbstbeschreibungen kennen. Bei Konfigurationsänderungen passen sich alle Teilsysteme selbstständig an, ohne dass manuell konfiguriert oder umprogrammiert werden muss.

 Dr.-Ing. Miriam Schleipen nimmt die Urkunde für das aktuelle Industrie 4.0-Großprojekt »SecurePLUGandWORK« entgegen. Foto: © Fraunhofer IOSB

In der Industrie 4.0 sollen Änderungen teilautomatisiert ablaufen, ähnlich wie bei einer USB-Schnittstelle und USB-Geräten am PC. Die Situation im Umfeld der Produktion ist allerdings erheblich komplexer. Außerdem sollen die Fähigkeiten verschlüsselt werden und ihre Kommunikation ebenfalls sicher erfolgen. SecurePLUGandWORK betrachtet Anwendungsszenarien auf unterschiedlichen Hierarchie- und Komplexitätsebenen:

  • Anwendungsszenario Werkzeugmaschine:
    z. B. Spindel, Mehrspindelkopf oder Kugelgewindetrieb werden jeweils in eine Werkzeugmaschine integriert
  • Anwendungsszenario verkettete Anlage:
    z. B. funktionsfähige Module und Maschinen werden zu einer Anlage oder Linie zusammengebaut; Maschinen werden in ein überlagertes Leitsystem integriert.

Ziele
Maschinen und Anlagen sollen um 20 Prozent schneller in Betrieb genommen werden. Bei überlagerten MES-Systemen, zur Produktionssteuerung- und Überwachung, wird der Aufwand zur Konfiguration und Parametrierung um rund 70 Prozent reduziert.

PLUGandWORK im Video: http://www.iosb.fraunhofer.de/servlet/is/58572/

Website Projekt SecurePLUGandWORK:www.secureplugandwork.de