Fraunhofer-Institut für Optronik, Systemtechnik und Bildauswertung

Pressemitteilungen Standort Ilmenau: KickOff des Forschungsprojekts AKIT

Große Arbeitsmaschinen mit autonomen Fähigkeiten nachrüsten

 

Ilmenau, 08.11.2016: Auch im Bereich großer Arbeitsmaschinen wie Bagger oder Traktoren ist das Thema »Autonomes Fahren« angekommen: Im vom Bundesministerium für Bildung und Forschung mit 2,4 Millionen Euro geförderten Forschungsprojekt »AKIT - Autonomie-Kit für seriennahe Arbeitsfahrzeuge zur vernetzten und assistierten Bergung von Gefahrenquellen« sollen herkömmliche Serienfahrzeuge mit entsprechenden Fähigkeiten nachgerüstet werden.

Das Thema »Autonomes Fahren« ist in der Öffentlichkeit vor allem aus der PKW-Branche bekannt geworden. Aber auch abseits davon, etwa im Bereich von großen Arbeitsmaschinen (Bagger, Traktoren) können autonome Fähigkeiten vielseitig eingesetzt werden: Vor allem im Katastrophenfall (Chemieunfälle, Erdbeben) können Einsatzkräfte die Einsatzgebiete oftmals nicht gefahrlos betreten. Ferngesteuerte Arbeitsmaschinen unterstützen hier bei Räumungsarbeiten, oftmals handelt es sich jedoch um Speziallösungen, die mitunter mehrere Tage bis Wochen zum Einsatzgebiet transportiert werden müssen.

 

KickOff AKIT

Das Projektteam beim »KickOff« im Labor der Gruppe Embedded Systems am Fraunhofer Institutsteil Angewandte Systemtechnik. (Foto: Martin Käßler, Fraunhofer IOSB-AST)

 

Im Forschungsprojekt »AKIT - Autonomie-Kit für seriennahe Arbeitsfahrzeuge zur vernetzten und assistierten Bergung von Gefahrenquellen« hat sich daher ein Konsortium aus Forschung und Industrie unter Leitung des Fraunhofer IOSB, Institutsteil Angewandte Systemtechnik Ilmenau, zusammengeschlossen, um eine clevere Zurüstlösung für herkömmliche Serienfahrzeuge wie Bagger oder Traktoren zu entwickeln. In möglichen Einsatzgebieten vorhandene Technik soll damit einfach und schnell um autonome und teilautonome Navigations- und Manipulationsfunktionen ergänzt werden.

AKIT umfasst zunächst ein Bergefahrzeug (Bagger) zur Beräumung sowie ein Support-Shuttle, das als Zubringer von Werkzeugen und zum Abtransport von Material dient. Diese können grundsätzlich autonom agieren und verfügen über eine so genannte Teach-In-Funktion – das heißt, sie merken sich automatisch die entsprechenden Transportwege und können diese dann automatisch abfahren. Zusätzlich werden autarke Kommunikationsknoten sowie ein UAV zur luftgestützten Aufklärung eingesetzt. Die Steuerung der Einsatzfahrzeuge erfolgt über einen mobilen Leitstand der KHG Kerntechnische Hilfsdienst GmbH.      

 

Am Forschungskonsortium beteiligt ist das Fraunhofer-Institut für Optronik, Systemtechnik und Bildauswertung IOSB, das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA, die SGE Spezialgeräteentwicklung GmbH, die KHG Kerntechnische Hilfsdienst GmbH sowie die Götting KG. Als assoziierte Partner konnten die CLAAS Tractor SAS, die Liebherr-Werk Bischofshofen GmbH sowie der Feuerwehr und Katastrophenschutz Mannheim gewonnen werden.        

 

»AKIT – Autonomie-Kit für seriennahe Arbeitsfahrzeuge zur vernetzten und assistierten Bergung von Gefahrenquellen« wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung im Rahmen des Programms »Forschung für die zivile Sicherheit« mit 2,4 Millionen Euro gefördert.

 

Download der Pressemitteilung: KickOff des Forschungsprojekts AKIT

Download des KickOff-Fotos: Projektteam AKIT (2,3 MB)

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