Fraunhofer-Institut für Optronik, Systemtechnik und Bildauswertung

Deep Diving AUV for Exploration (DEDAVE)

 

 

Forscher des Fraunhofer-Instituts für Optronik, Systemtechnik und Bildauswertung IOSB in Ilmenau und Karlsruhe haben mit DEDAVE ein leistungsfähiges autonomes Unterwasserfahrzeug entwickelt, das in großer Stückzahl gebaut werden soll. Solche autonomen Unterwasserfahrzeuge (englischer Begriff: Autonomous Underwater Vehicles, kurz AUV) setzen Unternehmen bereits seit mehreren Jahren für die Meereserkundung ein. Sie gleiten kabellos und selbstständig durch die Tiefe, sammeln Beobachtungsdaten und kehren von allein zum Forschungsschiff zurück. In der Regel handelt es sich dabei um teure Einzelanfertigungen. Zudem sind viele dieser Gefährte kompliziert gebaut, sodass die Handhabung an Bord der Forschungsschiffe relativ mühsam ist: Mitarbeiter müssen Batterien für den Wechsel umständlich ausbauen. Um die vielen Terabytes an Beobachtungsdaten aus dem Bordcomputer des AUV zu lesen, vergeht eine Stunde. Hinzu kommt, dass viele dieser Geräte schwer sind und nur speziell geschultes Personal sie per Schiffskran zu Wasser lassen kann. DEDAVE überwindet alle diese Einschränkungen.

 

Das Unterwasserfahrzeug geht in Serie

 

DEDAVE ist das erste autonome Unterwasserfahrzeug weltweit, bei dem in der Entwicklung konsequent die spätere Fertigung in Serie berücksichtigt und vorbereitet wurde. Eine eigene Firma stellt die Fahrzeuge künftig her. Diese wird im ersten Halbjahr 2016 aus dem IOSB ausgegründet. Voraussetzung für eine Serienfertigung dieser Art ist, dass jeder Produktionsschritt im Detail dokumentiert ist. Denn nur dann können Facharbeiter die Gefährte wie am Fließband montieren. Zu diesem Zweck wurden Experten aus der Automobilindustrie engagiert, die auf dem Gebiet der industriellen Fertigung und der Qualifizierung von Zulieferbetrieben Experten sind.

 

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