Fraunhofer-Institut für Optronik, Systemtechnik und Bildauswertung

Gemeinsame Arbeitsgruppe OPC UA und Automation ML

Gemeinsame Arbeitsgruppe OPC UA und Automation ML

Die OPC UA (OPC Unified Architecture) ist eine plattformunabhängige Normenreihe (IEC 62541) zur Kommunikation von industriellen Automatisierungsgeräten und –systemen


AutomationML ist eine offene, XML-basierte Normenreihe (IEC 62714) zur Beschreibung und Modellierung von Produktionsanlagen und –komponenten.
 
Die Verwendung beider Standards in Kombination schafft Synergien und führt zu einer breiten Akzeptanz und Nutzbarkeit.
 

Warum? Das erfahren Sie hier in 1 Minute:

 
Eine gemeinsame Arbeitsgruppe des AutomationML e.V. und der OPC Foundation unter Leitung von Frau Dr.-Ing. Miriam Schleipen des Fraunhofer IOSB befasst sich daher seit Beginn 2014 mit der Aufgabe, beide Standards zu vereinen.
 
Verschiedene Anwendungsfälle wurden dazu identifiziert und werden nun gemeinsam bearbeitet. Ein Beispiel ist die Kommunikation und Operationalisierung des reinen Engineering-Beschreibungsformats AutomationML durch die Integration in ein OPC UA Informationsmodell. Dadurch können OPC UA Server Adressraummodelle basierend auf AutomationML aufgebaut werden und die Semantik, die in AutomationML beschrieben wird, in OPC UA im laufenden Betrieb genutzt werden. Ein weiteres Beispiel ist die Beschreibung von OPC UA System-Konfigurationen innerhalb von AutomationML-Modellen. So können die Konfigurationsdaten und Parameter, um eine OPC UA Kommunikation aufzubauen, system-unabhängig beschrieben und ausgetauscht werden. Beide Seiten profitieren also davon.
 
Als erstes Ergebnis der gemeinsamen Arbeitsgrupe wurde am 22. Februar 2016 die Companion Specification "AutomatioML for OPC UA" veröffentlicht: https://opcfoundation.org/developer-tools/specifications-unified-architecture/opc-unified-architecture-for-automationml/.
Sie beschreibt Regeln, wie AutomationML Modelle verketteter Produktionssysteme in OPC UA Informationsmodelle überführt werden können, um beispielsweise aggregierende OPC UA Server für verkettete Produktionssysteme zu realisieren.
 
Als weiteres Ergebnis der DIN SPEC Arbeitsgruppe zum Thema "Combining OPC Unified Architecture and Automation Markup Language" wurde die DIN SPEC 16592 im Dezember 2016 veröffentlicht: https://www.beuth.de/de/technische-regel/din-spec-16592/265597431.
Die DIN SPEC 16592 beschreibt die Kombination von AutomationML Engineeringdaten mit OPC UA Online-Informationen, wie z.B. Prozessdaten und Diagnoseinformationen. Sie erweitert und detailiert das ursprüngliche Mapping der Companion Specification und definiert darüber hinaus, wie OPC UA Konfigurationsinformationen in ein AutomationML-Modell integriert können. Außerdem werden mögliche Anwendungsfälle für die Kombination beider Standards beschrieben, und Hilfestellung für die Einbindung weiterer externer Standards, z.B. CANopen und STEP, gegeben.
 

Hier finden Sie einen aktuellen Überblick als Video:

 

Beim OPC Day in Finnland 2016 wurde der aktuelle Status präsentiert:

 

Beim OPC Day in Finnland 2015 wurden die Arbeiten vorgestellt:

 

Gerne können Sie uns kontaktieren, wenn sie Fragen zu der Arbeitsgruppe und deren Arbeit haben oder wenn Sie selbst mit uns an diesem spannenden Thema mitwirken möchten!