Fraunhofer-Institut für Optronik, Systemtechnik und Bildauswertung

Lemgoer Fraunhofer am Umsetzungsforum Industrie 4.0 beteiligt.

Am 2. Oktober werden im Produktionstechnischen Zentrum in Berlin die Ergebnisse des seit Januar 2012 tagenden Arbeitskreises Industrie 4.0 vorgestellt, die in Form von Strategieempfehlungen offiziell an die Bundesregierung übergeben werden.  Im Rahmen ausgewählter Exponate für das Thema „Industrie 4.0“ werden die damit verbundenen Chancen und Herausforderungen für die Produktion veranschaulicht. Das IOSB-INA zeigt einen Demonstrator für den energieoptimierten Betrieb von Maschinen und Anlagen.

 Viele Branchen in Europa suchen aktuell nach Lösungen, um sich – trotz Produktion in einer Hochlohnregion – im globalen Wettbewerb behaupten zu können. Im Gegensatz zu anderen Industrieländern ist es Deutschland gelungen, die Anzahl der Beschäftigten in der herstellenden Industrie in den letzten zehn Jahren weitgehend stabil zu halten, weil neue technologische Entwicklungen in die Produkte und Prozesse frühzeitig integriert werden konnten. Dies muss uns auch beim anstehenden Transformationsprozess mit Cyber-Physical Systems (CPS) gelingen, um die Zukunftsfähigkeit des deutschen Produktions- und Arbeitsplatzstandortes zu sichern. Die deutsche Industrie hat damit die Chance, das Internet der Dinge und Dienste für eine 4. industrielle Revolution zu nutzen.

Das Geschäftsfeld Automatisierung des IOSB ist mit zwei Exponaten beteiligt. Neben einem Exponat aus dem Bereich Plug-and-Work werden mit Hilfe eines Demonstrators aus Lemgo die Herausforderungen für einen energieoptimierten Betrieb von technischen Systemen aufgezeigt.  In Industrieanlagen entfallen knapp 70 % des elektrischen Energiebedarfs auf Antriebe. Der ZVEI sieht in diesem Bereich alleine in Deutschland ein Einsparpotential von 38 TWh pro Jahr.  Hier sollen intelligente Assistenzfunktionen künftig die Anlagenleistung und Effizienz kontinuierlich analysieren, verbessern und einen möglichst optimalen Arbeitspunkt anzustreben.