Fraunhofer-Institut für Optronik, Systemtechnik und Bildauswertung

DigET

Steigende Variantenvielfalt, kürzere Produktlebenszyklen und steigender Kostendruck führen zu einer notwendigen Effizienzsteigerung im Anlagen-Engineering. Heute wird die Zusammenarbeit der verschiedenen im Anlagenplanungsprozess beteiligten Disziplinen und Gewerke nicht ausreichend durch die heterogene Toollandschaft unterstützt.
 
Um ein effizientes gewerke-übergreifendes Engineering zu erreichen, ist die Zusammenführung zweier Forschungsfelder von vorrangiger Bedeutung: Forschung im Bereich semantischer Interoperabilität und auf dem Gebiet der Mensch-Maschine-Interaktion.  Während zunehmende System-Interoperabilität zu einem teilautomatisierten Engineering führt, ermöglichen neue Konzepte zur rechnergestützten Kollaboration eine effiziente, interpersonelle und interdisziplinäre Koordination in diesem Prozess. Um das volle Potenzial beider Felder für zukünftige Engineering-Lösungen auszunutzen, muss dieses Thema in interdisziplinären Forschungsprojekten bearbeitet werden. Das Konzept für multi-user Engineering beinhaltet ein durchgängiges Datenmodell, adäquate Assistenzsysteme und eine interaktive Engineering-Umgebung zur Unterstützung der interpersonellen und interdisziplinären Zusammenarbeit. Dies wird im Projekt DigET in Kooperation mit der Abteilung „Interaktive Analyse und Diagnose“ (IAD) und dem Lehrstuhl für interaktive Echtzeitsysteme bearbeitet.

 

Vorteile

Durch den DigET können verschiedene Vorteile geltend gemacht werden: Reibungsverluste, Missverständnisse und der Abstimmungsaufwand zwischen den Beteiligten werden reduziert. Ebenso wird die Eigendynamik in Gruppen implizit genutzt und durch die Systeme entsprechend unterstützt. Die enge Zusammenarbeit und verbesserten Kommunikationsmöglichkeiten erhöhen das gegenseitige Verständnis für die anderen Disziplinen, verbessern den Systemüberblick für die einzelnen Beteiligten und die Arbeit im Team steigert die Motivation. Durch mögliche Dokumentations- und Abstimmungsmechanismen, sowie die Archivierbarkeit werden Ergebnisse besser nachvollziehbar und der Entwicklungszyklus transparenter. Darüber hinaus wird im besten Fall die Planungsqualität verbessert.